Whisky im Jahre 2014

Seit einigen Jahren steigt die Nachfrage nach Premium Whiskies weltweit enorm an. Neue Märkte, wie Indien, China und Russland, sind extrem durstig, was zu einer Verknappung führt. Der Markt reagiert darauf, wie alle kapitalistischen Märkte reagieren, Preise schnellen in die Höhe. Ein anderes zu beobachtendens Phänomen ist, die Zunahme an Premium-Abfüllungen, also Whiskies, die aus irgendeinem Grund als Premium-Produkt mit entsprechenden Preisen angeboten und auch von einem entsprechend solventem Klientel gekauft werden. Letztlich ist dies also ein Markt, der prädestiniert dafür ist, überteuerte Produkte mit einer großen Gewinnmarge abzusetzen. Whisky hat also seinen Weg vom insider Getränk für Genießer, über einen kurzen Zwischenstop als Lifestyle-Produkt seinen Weg zum Prestige-Objekt gemacht. Mein Haus, mein Pferd, mein Whisky...

Dem geneigten Leser stellt sich jetzt die Frage, warum gerade Whisky? Oder, was unterscheidet Whisky von anderen Premium-Getränken, insbesondere dem Wein?   

Wein und Whisky haben gemeine, dass beide Getränke mit der Zeit reifen. Beide Getränke unterscheiden sich allerdings darin, wie beide Getränke reifen. Whisky braucht zum Reifen Luft und das Fassholz, was bedeutet, dass Whisky in der abgefüllten und geschlpssenen Flasche nicht weiter reift. Wein hingegen reift auch nach der Abfüllung in der Flasche nach.

Dies hat zur Folge, dass Whisky zunächst lagern muss, damit er auf den Markt gebracht werden kann. Weiterhin gibt das schottische Gesetz vor, dass sich ein Malz-Destilat nur dann Scotch Whisky nennen darf, wenn es für mindestens drei Jahre in einem Eichefasse gelagert und dann auch noch in Schottland abgefüllt wurde. Wein hingegen kann direkt nach abgeschlossener Gärung auf die Flasche gezogen und verkauft werden werden.  Betrachtet man Abüllungen der bekannten Destillen, so sind deren Standards mindestens 10 bis 12 Jahre alt.  Das bedeutet also, dass heute für eien Whisky-Markt in rund 10 Jahren produziert werden muss, was es so schwierig macht, abzuschätzen, wie der Bedarf dann aussehen wird.Was die heutige Verknappung angeht, so hat dies ihren Grund darin, dass vor 10 Jahren niemand mit einer so immensen Nachfrage gerechnet hat. Damit sind zu wenige Fässer abfüllbereit und Whisky wird knapp. 

Auf der anderen Seite finden immer mehr Destillen einzelne zum Teil alte Fässer in ihren Warehouses, die aus den unterschiedlichsten Gründen bisher nicht abgefüllt wurden und damit ein stolzes Alter von 30, 40 und zum Teil 60 Jahren aufweisen. Gemein ist diesen Fässern in aller Regel, dass sie vor 20, 30, oder 50 Jahren nicht deshlab liegen gelassen wurden, weil der in ihnen lagernde Whisk so fantastisch war. Mit zunehmender Reifedauer nehmen Aromen und Farbe aus dem Fass überhand.

Heut gibt es aber einen immer größer werdenden Markt für solche Raritäten. Seien es Sammler, die diese Flaschen zur Vervollständigung Ihrer Sammlung kaufen, sei es weil sie als Prestigeobjekt in den Privat-Bars großer Villen enden, oder als Kapitalanlage in Tresoren von Banken schlummern. Oft werden diese Flaschen nie geöffnet und getrunken.

Was bleibt also übrig? Whisky wird immer teurer, weil die Nachfrage immer weiter steigt und die Lagerbestände weiter schrumpfen. Premium-Abfüllungen werden immer teurerer und häufiger. Whisky ist zum Prestigeobjekt geworden.

Meine Gedanken zur Zukunft der Whisky-Industrie werde ich in einem späteren Blogpost zum besten bringen.

"Das Foto macht die Kamera (!)" ... oder doch etwa der Fotograf?

So mancher Blog-Post im Internet und so viele Testberichte in Fotozeitschriften suggerieren:

NEUERE HARDWARE = BESSER = FANTASTISCHERE BILDER

Muss man wirklich immer die aktuelles Hardware besitzen, um gute Fotos zu machen? Oder anders ausgedrückt, muss ich ein Foto-Hipster sein?

Zugegeben, ich bin ein echter Technik-Freak. In der Vergangenheit war mir das Neueste gerade neu genug, und ich habe mich mehr als einmal von den Marketing Abteilungen eines großen Computer-Konzerns, dessen Firmen-Logo eine angekaute Baumfrucht zeigt, davon überzeugen lassen, immer das neueste Ihrer Produkte besitzen zu wollen, ob es nun gebrauchte wurde, oder nicht. Ob Telefon, Laptop, Desktop-Computer oder SetTop-Box, nicht immer war die Entscheidung mit dringendem Bedarf begründet.

 

 

Ich photographiere seit vielen Jahren mit einer digitalen Spiegelreflexkamera und habe mir mit den Jahren ein kleines, aber feines Arsenal an Objektiven und Zubehör angeschafft, ohne dabei Hypes und Trends zu verfallen. Als nun vor ein paar Jahren Fujifilm ihre X100 (siehe Foto) auf den Markt brachte, änderte sich dies schlagartig! Ich wollte eine solche Kamera besitzen.  Ein eigentlich irrationaler Wunsch, denn was eigentlich bot diese Kamera auf dem Papier weniger, als meine DSLR-Ausrüstung. Genügend Argumente hatte ich im Web gelesen, welche allesamt mehr als ausreichend rechtfertigten, diese Kamera sofort zu kaufen... "Tolle Bildqualität", "Photographie reduziert auf das Wesentlich", "Die neue Leica"...

Und damit sind wir nun beim eigentlichen Thema dieses Blog-Posts angekommen....

Bei allem, was man so in den einschlägigen Blogs liest, sollte man meinen, dass die Kamera die guten Bilder schießt und nicht derjenige, welcher sie bedient.  "Kaufe die neueste Kamera und Du wirst sehen, Deine Fotos werden dramatisch besser werden", so schallt es mir ständig aus vielen Blog-Posts entgegen. Die  Marketing-Abteilungen der Foto-Konzerne haben die Foto-Blogs für Ihr Guerilla-Marketing-Strategien entdeckt und liefern großzügig die neueste Hardware an Blogger, die dann zumeist positiv über die Neuerungen berichten. Die Leserschaft hängt dann oft bedingungslos den Meinungen dieser vermeintlich unabhängigen Rezensenten hinterher. Ich will nicht falsch verstanden werden, auch ich liebe diese Blogs und konsumiere sie täglich. Allerdings muss man lernen, diese richtig zu lesen und nie das wirklich Wichtige in der Fotogaphie vergessen: die Kreativität!

Allerdings vergisst man all zu schnell, dass derjenige, welcher die Kamera bedient, das Foto macht. Den Blick hat der Fotograph und nicht die Kamera. Viel zu oft wird meines Erachtens vergessen, dass die Kamera ein Tool, ein Werkzeug ist, das der Fotograph beherrschen und für seine Intentionen instrumentalisieren sollte. Oft erwecken Erfahrungsberichte der Pixelpeeper, Tech-Nerds und Möchtegern-Internet-Foto-SuperStars eher das Gegenteil, dass nämlich die Kamera und die Technik diese Fotographen beherrschen! 

Abschließend möchte ich Chase Jarvis zitieren, der schrieb "The best Camera is the one in your pocket..." Ob DSLR, Edelkompakte oder Smartphone-Kamera, diejenige, welche gerade zur Hand ist, ist die richtige Kamera!

Meine Schlussfolgerung ist, dass ich mich darauf besinne, meine Tools, die ich besitze und beherrsche, zu nutzen, als einem weiteren Trend hinterher zu laufen.  Ich habe für mich verstanden, dass ich mich wieder auf das  Wesentliche der Fotographie besinnen werde und dem Foto-Hipstertum den Rücken kehre!

Zum Schluss möchte ich dann noch beichten, dass ich mir zwar keine  Fuji X100 geleistet habe, wohl aber die kleinere Schwester, die Fuji X20. Eine kleine Edelkompakte, die mir sehr viel Spaß bereitet und sich sinnvoll in meine Fotoausrüstung einreiht. Mehr dazu habe ich in einem kleinen Artikel zusammen gefasst.

Advent in Holland

Vereinzelt hört man deutsche Stimmen. Die sonst mit einer Teutonen-Schwemme gesegnete Süd-West-Küste Hollands kommt in der Vorweihnachtszeit zur Ruhe. Wer diesen Teil der holländischen Küste in dieser Zeit bereist, muss Meer und Strand bei diesem regnerischem Spätherbst-Wetter mögen oder einer der hart gesottenen Trend-Wassersportler sein.

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How we taste and scent whisky

As a passionate whisky aficionado I do tasting notes on a more or less regular base. My tasting notes tend to be rather long. Well that may be a result of my anxious attempts ;-) to be as powerfull eloquent as those great Whisky writers such as Charlie MacLean, Jim Murray and last but no least Michael Jackson (R.I.P).  Some of you might agree with me and eventually relate to my thoughts. And I’m sure some could not follow me at all. Guess what, same here with tasting notes by others. When I recently read a comment by someone big in the whisky (blogging) world claiming that the tasting notes of someone else are extremely accurate, I have to admit I was a little bit irritated and decided to look somewhat deeper into the mysteries of olfaction and taste.

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